BDIUPresse / Herbstumfrage 2011

Eurokrise: Zahlungsmoral vor rapidem Absturz – BDIU für „Schulfach Finanzkompetenz“ – Herbstumfrage der Inkassowirtschaft

Berlin, 20. Oktober 2011 – In ihrer aktuellen Trendumfrage prognostiziert die deutsche Inkassowirtschaft einen rapiden Abfall der Zahlungsmoral innerhalb der nächsten sechs Monate, sollte die Eurokrise weiterhin anhalten. 79 Prozent der befragten Inkassodienstleister rechnen damit, dass Unternehmen dann ihre Rechnungen schlechter bezahlen werden – von Verbrauchern nehmen das 70 Prozent an. In der Folge würden die Unternehmensinsolvenzen spürbar steigen. Diese gehen in diesem Jahr dank des Wirtschaftswachstums auf 30.000 zurück (2010: 31.998). Angesichts der anhaltenden Überschuldungskrise der privaten Haushalte fordert der BDIU die Einführung eines verpflichtenden Schulfachs Finanzkompetenz.

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Die Pressekonferenz zur Herbstumfrage der Inkassowirtschaft können Sie HIER nachhören.

Eurokrise: Zahlungsmoral vor rapidem Absturz – Unternehmensinsolvenzen sinken auf 30.000 – Herbstumfrage der Inkassounternehmen

Berlin, 20. Oktober 2011 – Bei einem Anhalten der Eurokrise wird sich die Zahlungsmoral in Deutschland innerhalb der nächsten sechs Monate erheblich verschlechtern. Knapp 80 Prozent der deutschen Inkassowirtschaft rechnet für diesen Fall mit einem schlechteren Zahlungsverhalten von Unternehmen. In der Folge würden auch die Unternehmensinsolvenzen wieder spürbar steigen. Dagegen ist die Zahlungsmoral aktuell dank des Wirtschaftswachstums so gut wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Die Unternehmensinsolvenzen sinken sogar auf gut 30.000 (nach 31.998 in 2010). Das sind die wesentlichen Ergebnisse der traditionellen Herbstumfrage, die der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin, jetzt unter seinen 560 Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat. [mehr]

Erneut 100.000 Verbraucherinsolvenzen – BDIU für „Schulfach Finanzkompetenz“ – „Schuldenprävention muss gestärkt werden“

Berlin, 20. Oktober 2011 – Auch in diesem Jahr werden wieder gut 100.000 Verbraucher in die private Insolvenz gehen. Damit sinkt diese Zahl zwar leicht (um 9 Prozent gegenüber 108.798 im letzten Jahr). „Viele private Haushalte sind aber weiterhin hoch verschuldet“, so Marion Kremer, Vizepräsidentin des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), bei der Vorstellung der BDIU-Herbstumfrage am Donnerstag in Berlin. „Wir brauchen dringend mehr Maßnahmen zur Schuldenprävention. Die Einführung eines Schulfachs Finanzkompetenz wäre das richtige Signal.“ [mehr]

Wegen der Euro-Krise steht die Zahlungsmoral vor einem rapiden Absturz.

Jugendliche verschulden sich auffallend häufig für den Konsum.

BDIU-Präsident Wolfgang Spitz und BDIU-Vizepräsidentin Marion Kremer bei der Pressekonferenz.